WEITERBILDUNG IN DER BAUBRANCHE

MUSS NICHT AUFWENDIG ODER TEUER SEIN

In diesem Artikel möchten wir Ihnen zunächst die positiven Aspekte einer konsequenten Weiterbildungsstrategie näher bringen. Wussten Sie, dass Weiterbildung vor allem in der Baubranche einen besonderen Stellenwert einnimmt? Nach dem wir kurz erläutert haben, welche Mehrwerte, vor allem auf emotionaler Ebene für ein Unternehmen entstehen, zeigen wir Ihnen schnell umsetzbare Möglichkeiten, eine gezielte Weiterbildungskultur zu etablieren. Die meisten davon sind sogar kostenlos.

Warum Weiterbildung in der Baubranche generell Sinn macht?

Aus- und Weiterbildung spielen eine wichtige Rolle in sämtlichen Bereichen unseres Lebens. Durch die Digitalisierung entwickelt sich unsere Welt schnelllebiger als je zuvor. Das Thema Bildung erlangt in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert und bildet eine wichtige Schlüsselressource. Nicht nur, um wettbewerbsfähig zu bleiben, auch ein flexibler Umgang mit Veränderungen werden durch gefestigtes Wissen möglich. Wissen und Weiterbildung sind bereits zu einem Megatrend avanciert. Je mehr Kompetenz eine Gesellschaft, eine Organisation oder das Individuum aufweist, desto erfolgreicher kann diese:s im Marktgeschehen existieren und interagieren.

Vor allem auf Unternehmensebene ist die effiziente und gezielte Talentförderung wichtig. So werden Jobentscheidungen ebenso davon abhängig sein, wie Prozessqualitäten. Dies gilt für die Planung und die Ausführung ebenso wie für die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden.

Die Ebenen auf denen Weiterbildung einen Nutzen stiftet und positive Auswirkungen erkennen lassen sind:

  • die Gesellschaft,
  • die dort agierenden Organisationen
    (Unternehmen, Verbände, Bildungsinstitute)
  • der Mensch als Individuum

Warum Weiterbildung gerade für die Baubranche unerlässlich ist?

Uns steht ein Generationswechsel auf dem Arbeitsmarkt bevor, so viel steht fest. Damit einher gehend, kommen große Herausforderungen auf die Bau- und Immobilienbranche zu. Fachkräfte mit tiefen Kenntnissen verlassen den Markt. Der eher generalistisch ausgebildeter Nachwuchs steht teilweise vor scheinbar unlösbaren Problemen. Durch die Krise der gesamten Baubranche ab Mitte der 1990er Jahre / Anfang der 2000er wurde der gesamte Wirtschaftszweig erschüttert. dadurch sank auch die Attraktivität der Branche auf dem Arbeitsmarkt und immer weniger Menschen entschieden sich für den vermeintlich unsicheren Job im Baugewerbe. Das macht sich nun durch viele unbesetzte Stellen bemerkbar. 

Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU´s), gewinnt das Bewahren von internem Wissen und das Erlernen zusätzlicher Fähigkeiten und agiler Denkweisen zunehmend an Bedeutung. Die globalen Großunternehmen der Bau- und Immobilienbranche treiben den Wandel, digitalisieren und machen sich startklar für die Zukunft. Die klein- und mittelständischen Firmen bleiben jedoch oft auf der Strecke, weil Ihnen Zeit, Mitarbeiter:innen, Know How oder Budget fehlt, um mitzuhalten.

Mit Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel in der Baubranche

Wie viele andere Branchen auch hat die Bau- und Immobilienbranche, mit extremen Fachkräftemangel zu kämpfen. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft und Energie stufen 50 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als größte Herausforderung für die Zukunft ein. Vor allem für die Geschäftsentwicklung sehen die befragten Unternehmen eine akute Bedrohung.

Buildemy´s Tipp:
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Warum Weiterbildung gerade für klein- und mittelständische Unternehmen der Baubranche wichtig ist?

Der Begriff „War for Talents“ wurde von McKinsey & Company geprägt. Er beschreibt den stetig wachsenden Kampf der Unternehmen um geeignete Nachwuchs- und Fachkräfte. Größere Unternehmen bieten immer mehr Benefits, um High Potentials zu halten und zu binden: Zuschüsse für das Mittagessen oder das Fitnessstudio, die Möglichkeit auf einen Sabbatical Monat oder sogar ein Jahr, flexible Arbeitszeiten oder zielgerichtete Karriereentwicklung und Weiterbildung. Für viele kleinere Unternehmen wird es immer schwieriger im Haifischbecken mitzuschwimmen und auch mal einen größeren Fisch an Land zu ziehen.

Weiterbildung als Schlüssel zur Arbeitsplatzbindung für Bauunternehmen

Um in diesem Kampf um die heiß begehrten Fachkräfte zu bestehen, müssen sich Unternehmen innovativ und flexibel präsentieren. Die alleinige Darstellung ist jedoch nicht ausreichend, die Lösungen und Ideen müssen auch umgesetzt werden. Arbeitnehmer der Generation Y wollen häufig mehr al einen sicheren Arbeitsplatz. Es geht darum sich für das Unternehmen und den Unternehmenszweck begeistern zu können. Erst das gewisse Etwas am Arbeitsplatz, motiviert und hält High Potentials. 

Die Entwicklung interner Fachkräfte durch Weiterbildung, bietet eine gute Möglichkeit, ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Dadurch werden gezielt Fachkräfte ausgebildet. Das Unternehmen kann sich gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

Fortschritt durch Weiterbildung in der Baubranche erleben

Bestimmt haben Sie schon häufig gedacht: Morgen informiere ich mich mal ganz in Ruhe über die neusten Trends der Branche. Vielleicht nehmen Sie sich auch seit Monaten vor, endlich einmal strategisch ein paar Prozesse umzustellen. Am nächsten Tag kommt dann jedoch wieder so viel auf Sie zu, dass Sie diese Gedanken schnell wieder aus den Augen verlieren. 

Wir erfahren den technologischen Fortschritt in nahezu allen Bereichen unseres Lebens. Der Fortschritt macht auch vor der Bau- und Immobilienbranche nicht halt. Neue Produkte, Ideen und Ansätze, entwickelt sich alles ständig weiter und das schneller als je zuvor. Diese Entwicklung strahlt eine unheimliche Faszination aus und kann zugleich überwältigend wirken: 

  • Künstliche Intelligenzen, die optimale Grundrisse generieren 
  • 3D Drucker, die bereits jetzt ganze Rohbauten drucken, 
  • Modulbauten, die in Fabriken produziert und später nur noch zusammengesetzt werden.
  • Drohnen, die ganze Gebäude aufmessen und in 3D Modelle verwandeln

Um bei all dem Fortschritt die richtige Technologie für sein Unternehmen zu finden, muss man sich zunächst mit dieser und den verschiedenen Lösungen auseinandersetzen. Weiterbildung kann gezielt eingesetzt werden, um zu diesen Themenbereichen zu informieren und Mitarbeiter zu souveränen und selbstsicheren Persönlichkeiten im Umgang mit Neuem, zu entwickeln.

Wie Sie sehen, resultieren aus einer umfassenden Kultur des Lernens und der zielgerichteten Personalentwicklung wertvolle Mehrwerte, für das gesamte Unternehmen. 

Dabei muss Weiterbildung weder aufwendig, noch kostenintensiv sein.

Kostenlose Weiterbildung für die Baubranche

Weiterbildung muss nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein. Beginnen Sie in kleinen Schritten das Lernen und sich Fortbilden in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Auch mit kleinen Änderungen können bereits große Effekte erzielt werden. 

1) Kostenlose Weiterbildung im Internet

PLATTFORMEN

Viele Plattformen wie beispielsweise Baupot.de, baufragen.de, bauinformationen.com oder baukobox.de stellen kostenlos Webinare, Herstellervideos und Fachvorträge oder Interviews mit Experten bereit.

HERSTELLER

Hersteller von Baumaterialien und stellen auf den eigenen Webseiten kostenlose Informationen zu ihren eigenen Produkten und Lösungen zur Verfügung. Diese kurzen Werbevideos, Texte oder Detailzeichnungen können sehr nützlich sein, um ein System und dessen Anwendungsbereich zu verstehen. Bei Systemgebern kann auf Zeichnungen per Download oder in Form von Detailkatalogen zugegriffen werden.

YOUTUBE

Auch YouTube kann bei der Suche nach Informationen nützlich sein. Vor allem, wenn es um konkrete Aufgabenstellungen und deren Lösungen geht, werden How – To – Tutorials zu Handwerksthemen und Softwareanwendungen gut erklärt. Allerdings möchten wir auch anmerken, dass sich die Qualität und Messbarkeit solcher Angebote eher in Grenzen hält.

2) Diversifizierte Teams zusammenstellen

Die vermutlich am leichtesten umzusetzende Art der Wissensvermittlung findet über ein ausgeglichenes und diversifiziertes Team statt. Wenn Junior und Senior Level Positionen im Projektkontext miteinander arbeiten findet Austausch automatisch statt. Der direkte Projektbezug wirkt sich positiv auf den Lerneffekt aus und das geteilte Wissen bleibt nachhaltig im Gehirn verankert. Dabei ist dies durchaus kein einseitiger Prozess vom Senior zum Junior. Andersherum können auch die Jungen den Erfahrenen, vor allem bei PC-Kenntnissen oder modernen Ansätzen, unter die Arme greifen. Projektteams sollten deshalb am besten aus Personen, unterschiedlichen Geschlechts und Alters bestehen. Ebenfalls macht eine Kombination von Stärken und Fachgebieten Sinn.

Buildemy´s Tipp:
Wir raten jedoch dringend davon ab,
Personen zur Teamarbeit zu zwingen, die nicht zusammenpassen oder nicht miteinander arbeiten möchten und können.

 

Ein bunt gemischtes Team ergänzt sich gegenseitig. Wie Weitergabe von Kompetenz und Fachwissen findet nahezu automatisch statt. Für Ihr Unternehmen besteht der Mehrwert in der entstehenden Teamdynamik und deren Multidimensionalität.

3) Aufbau interner Wissenssammlungen -Für Kollegen von Kollegen

Jede:r ist Experte auf seinem Gebiet

Alle von uns arbeitet seit kurzem oder längeren an einem bestimmten Thema. Dabei bemerkt man schnell, was einem besonders liegt und was nicht. Wir selbst kennen die Herausforderungen des eigenen Aufgabengebietes besonders gut und wissen uns hier meist stets zu helfen. Demnach ist quasi Jede:r Kolleg:in oder Mitarbeiter:in auf einem bestimmten Gebiet Experte. 

Expertenwissen konservieren 

Um dieses Expertenwissen zu bewahren und zu bündeln können interne Wissenssammlungen erstellt werden. Zur Erstellung von internen Wissenssammlungen werden Inhalte eigenständig durch Mitarbeiter:innen erarbeitet und den Kolleg:innen im Intranet oder mittels gefilmten Vorträgen zur Verfügung gestellt. Die Wissensvermittlung kann auf Augenhöhe und anwendungsbezogen erfolgen. Den Lernenden fällt es dadurch leichter einen Bezug zur Thematik und auch zum Wissensvermittler herzustellen. 

Interne Wissenssammlungen anlegen 

Der Aufbau einer internen Wissenssammlung muss entweder durch engagierte Mitarbeiter getrieben oder durch eine Person der Führungsebene / des Personalmanagements angeleitet werden.

Je nach Umfang und Aufbau dieser Wissenssammlung kann die Verwendung eines Learn Management Systems (LMS) hilfreich sein. Doch bevor nun alle Mitarbeiter beginnen die Wissensammlung zu befüllen, sollte man sich vorher Gedanken über die Strukturierung von Themen machen. 

Buildemy´s Tipp:
Vielleicht gibt es in Ihrem Unternehmen ja auch eine Person, die Interesse an dieser Rolle hat.
Übergeben Sie die Verantwortung an diese Mitarbeitende.
Sie kann dann auch mögliche Inhalte identifizieren, entsprechende interne Experten ansprechen und die Qualität der Inhalte überprüfen.

Hochwertige Unterstützung bei der Weiterbildung nutzen

Nutzen Sie branchenspezifische On Demand Angebote! 

Buildemy hat es sich, als digitale Weiterbildungsplattform zur Aufgabe gemacht, ein Kursprogramm zu entwickeln, das die unterschiedlichsten Themen rund um das Planen und Bauen von Gebäuden erklärt. Basiswissen sowie die Aufklärung zu neuen Technologien und Nachhaltigem Bauen werden in Form von kurzen und präzisen Videos auf der Plattform bereitgestellt. Hierdurch werden die Organisationen der Bau- und Immobilienbranche bei den heutigen Herausforderungen und denen, die in Zukunft noch auf uns zukommen werden, unterstützt. Der Vorteil gegenüber klassischen Weiterbildungsangeboten liegt darin, dass der Anwender die einzelnen Videoeinheiten von ca. 5 min zwischendurch und während der Arbeitszeit im Kontext zu seinen Aufgaben bearbeiten und direkt anwenden kann. Durch Interaktive Elemente kann der User aktiv an einem Kurs “teilnehmen” und bleibt so länger konzentriert im Thema.

BUILDEMY, August 2021

 

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